Veröffentlicht am: 23 Januar 2009

Wir haben hier einen jungen dynamischen Vorstand

Unternehmen Wasserturm wählt Christoph Barnstorf-Laumanns zum Vorsitzenden. DSL-Versorgung des Gewerbegebiets bei Jahreshauptversammlung heiß diskutiert

LIPPSTADT
 Werner Dahlhoff ist überzeugt, dass der junge und dynamische neue Vorstand die Geschicke des Vereins genauso weiter leiten wird, wie es die Mitglieder sich wünschen - mit diesen Worten übergab am Mittwoch der ehemals erste Vorsitzende der Interessengemeinschaft Unternehmen Wasserturm die Führung in die Hände von Christoph Barnstorf-Laumanns. Doch nicht nur der Patriot-Verleger verleiht dem Vorstand ein neues Gesicht, auch die anderen Positionen wurden ordentlich durchgewürfelt. Neben den Vorstandswahlen standen bei der Jahreshauptversammlung in der Kantine der Firma Behr-Hella Thermocontrol in Lippstadt auch noch andere Themen an - so wurde über die DSL-Versorgung des Gewerbegebiets am Wasserturm heiß diskutiert.

Genauso wie Kassierer Rudolf Tiemann stellte sich Werner Dahlhoff nicht mehr zur Wahl. „Wir haben uns einmal gesagt, wenn wir aufhören, dann hören wir zusammen auf“, so der scheidende Vorsitzende. Einstimmig wurde Christoph Barnstorf-Laumanns an seine Stelle gewählt, der hinsichtlich des Ausscheidens der beiden Vorstandsmitglieder mit einem „weinenden Auge“ den Posten übernehme. Als stellvertretender Vorsitzender schied auch Gerd Heidemann aus - Jörg Michel und Carsten Knepper wurden als neue Stellvertreter gewählt. Als Schriftführer wurde Rainer Briewig bestätigt, den Platz des Kassierers nimmt Rudolf Tiemanns Sohn Markus Tiemann ein. Als Beisitzer werden künftig Heiner Luttmann und Michael Gönning tätig sein. Karl-Heinz Schornberg wurde als dritter Beisitzer bestätigt, wogegen Christian Lütjens nicht mehr zur Wahl stand.

Das Problem der flächendeckenden Versorgung des Gewerbegebiets mit einer schnellen Internet-DSL-Verbindung mit 16 000 Kilobit pro Sekunde wurde auch am Mittwochabend nicht gelöst. Wie Eduard Aust von der Telekom erklärte, beschäftige sich die Telekom seit dem letzten Jahr mit dem Problem - so habe der südliche Bereich des Gewerbegebiets DSL nur in abgespeckter Form. Wie Aust erklärte, handle es sich bei der gewünschten Versorgung um eine hohe Vermögeninvestition. So fehle unter der Hansastraße an zwei Stellen jeweils eine 130 Meter lange Rohr-Anlage, um ein neues Glasfaserkabel von der Bökenförder Straße aus zu legen. Dadurch käme es zu einer Kostendeckungslücke von rund 15 000 Euro. Eduard Aust hält die Inbetriebnahme im vierten Quartal 2009 für möglich - wenn die Entscheidung schnell fällt.
Wie Wirtschaftsförderer Wilhelm Coprian mitteilte, ist die Wirtschaftsförderung bereit, einen Obolus zu den Kosten beizutragen. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft beanstandeten die anfallenden Kosten für die Versorgung und die fehlende Möglichkeit, das Gewerbegebiet durch die Ansiedlung neuer Unternehmen zu erweitern, so lange keine schnelle DSL-Versorgung zur Verfügung stünde.

Der neue Vorsitzende Barnstorf-Laumanns betonte, dass nur eine Lösung in Frage komme, die alle Mitglieder mit einer schnellen Leitung versorge. Der Vorstand wolle ein Rundschreiben an die Mitglieder schicken, um den Bedarf zu ermitteln. Außerdem müsse besprochen werden, in welchen Teilen die Mitglieder an den Kosten beteiligt werden müssten. Angedacht wurde am Mittwoch auch die Alternative, dass die Verlegung der Kabelrohre durch am Wasserturm ansässige Unternehmen geleistet wird, um die Kosten zu senken.

Am Mittwochabend waren auch Bürgermeister Christof Sommer und der heimische FDP-Landtagsabgeordnete Christof Rasche zu Gast. „2008 war für Lippstadt kein gutes Jahr - es war sogar ein sehr gutes Jahr“, resümierte Bürgermeister Sommer während seines Jahresrückblicks. Dabei ging er sowohl auf das Einkaufszentrum am Güterbahnhof, als auch auf die Unterführung an der Unionstraße und auf den Zuschlag zur Fachhochschule ein. Christof Rasche machte einen „kleinen politischen Rundumschlag“ und thematisierte neben der Landes- und Bundespolitik auch aktuelle Entwicklungen der regionalen Infrastruktur.

 

 

 

Quelle: http://www.DerPatriot.de/index.php?content=lokal_artikel&ID=Pr-358423&RESSORT=WM
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